Sinn und Zweck der InFAGen

Nach wie vor sind die Therapiemethoden gegen Haarausfall äußerst unbefriedigend. Eine endgültige und effektive Heilung bzw. befriedigenden Neuwuchs verspricht die Gentherapie (s. Link). Das Prinzip der Gentherapie ist bei allen Krankheiten gleich oder ähnlich: Das therapeutische Gen wird mit Hilfe eines Gentaxis zu den gewünschten Zellen gebracht. Dieses Prinzip wird bereits seit über 10 Jahren in mehreren hundert Studien am Menschen gegen verschiedenste Krankheiten getestet. Klinische Gentherapiestudien gegen Hämophilie, verschiedene Krebsarten, eine angeborene Immunschwächekrankheit und gegen Angina zeigen bereits erste bahnbrechende Erfolge und Heilungen. Nebenwirkungen konnten in diesen Studien nicht beobachtet werden bzw. waren zu vernachlässigen.



Da das Prinzip der Gentherapie also erwiesenermaßen auch beim Menschen funktioniert, ist es nur eine Frage der Zeit, wann Gentherapien gegen alle Arten von Haarausfall möglich sein werden. Die wichtigsten Forschungergebnisse zu den genetischen Ursachen des Haarausfalls kommen bisher von akademischen Forschern an europäischen und amerikanischen Universitäten. Deren Geldmittel sind aber sehr beschränkt. Gerade die moderne genetische Forschung ist aber auf modernste Technologien angewiesen, um erfolgreich arbeiten zu können. Je mehr Geld den Forschern zur Verfügung steht, desto eher werden endgültige Lösungen für Haarwuchserkrankungen möglich sein. Ein weiterer wichtiger Faktor ist folgender: Mehrere Forscher suchen nach den Schlüsselgenen für Alopecia areata und androgenetische Alopezie. Dafür benötigen sie die Mitarbeit betroffener Personen. Beide Faktoren können durch eine Initiative von Betroffenen massiv unterstützt werden, was zu einer erheblichen Beschleunigung der Forschungen führen sollte. Dies ist das Ziel der "Initiative zur Förderung der Alopezie-Genforschung" (InFAGen).